Start › Themen › Nach OP oder Reha
Thema · Nach OP oder RehaDie Reha endet. Der Körper braucht Anschluss.
Nach OP oder Reha kommt das Loch: Rezepte aufgebraucht, Physio vorbei, das Studio zu laut, zu fremd, zu unbetreut. Studien zeigen, dass bei ärztlichen Überweisungen ins Training nur einer von 17 wirklich aktiv wird. Der Schwachpunkt ist die Übergabe. Genau die machen wir.
Wo stehst du gerade?
Was nach der Reha passiert, wenn niemand übernimmt
Zurück im Job, die Reha ist Wochen her, und die Übungen sind im Alltag verschwunden.
Was in der Reha aufgebaut wurde, hält nur, wenn es weitergeht. Der Körper vergisst Kraft in Wochen. Zwei feste Termine pro Woche sind die Versicherung für das, was du dir erarbeitet hast.
Nach der Reha war der Vorsatz groß. Dann kam der Alltag. Jetzt ist die Pause länger als die Reha.
Das ist der Normalfall, keine Schwäche. Wer nach der Reha allein weitermachen soll, scheitert an der Übergabe, nicht am Willen. Begleitung ist der Unterschied: In begleiteten Programmen brechen 9 von 100 ab, nicht 50.
Knie-TEP, Hüft-TEP, Bandscheiben-OP, Herz-OP, Reha abgeschlossen. Was jetzt erlaubt ist, weiß niemand so genau.
Wir arbeiten mit deinem Entlassbericht und mit deiner Physio- oder Arztpraxis. Der Plan setzt dort an, wo die Reha aufgehört hat: geführte Geräte, klare Grenzen, kleine Steigerungen. Retest alle sechs Wochen.
Nach dem Sturz kam die OP, nach der OP die Reha, nach der Reha die Angst.
Angst nach Sturz und OP ist normal und der häufigste Grund, warum Menschen nach der Reha aufhören. Sie geht durch Erfahrung weg: kleine, sichere Erfolge an Griffen, in kleiner Gruppe, mit jemandem, der zusieht.
Du begleitest deine Eltern nach der OP und siehst, wie das Loch nach der Reha aussieht.
Das Loch nach der Reha ist der Moment, in dem Selbstständigkeit verloren geht oder bleibt. Zwanzig Minuten Kraft und Balance pro Woche senken bei bereits eingeschränkten Menschen den dauerhaften Verlust der Gehfähigkeit um 28 Prozent.
Eine OP steht an, und du willst vorher stark hineingehen und danach schnell zurück.
Wer vor einer OP trainiert, erholt sich danach schneller. Das ist gut belegt. Und wer danach einen Anschluss hat, verliert die Reha-Erfolge nicht.
Wir übernehmen dort, wo die Reha aufhört.
Die Reha hat aufgebaut. Der Anschluss entscheidet, ob es bleibt. Wir arbeiten mit deinem Entlassbericht, deiner Physio und deinem Arzt, an geführten Geräten, mit klaren Grenzen und kleinen Steigerungen.
- Entlassbericht mitbringen. Wir setzen deinen Plan fort, statt neu zu raten.
- Geführte Geräte zum Start. Kontrollierte Last, nichts kann herunterfallen.
- Kleine Steigerungen. Zwei bis zehn Prozent pro Woche, nie mehr.
- Feste Bezugsperson. Jemand, der deinen Verlauf kennt und deinen Namen.
- Retest alle sechs Wochen. Damit du siehst, dass es weitergeht.
Drei Übungen für die Zeit nach der Reha.
Nur nach Freigabe deines Arztes oder Physiotherapeuten. Alle mit Halt in Reichweite. Drei Tage diese Woche.
1Aufstehen mit Halt
Aufstehen mit Halt
- Stuhl mit Armlehnen oder Tisch in Reichweite.
- Aufstehen, so wenig Handeinsatz wie nötig.
- Langsam hinsetzen.
- Acht Wiederholungen, zwei Durchgänge.
Steigern: Jede Woche weniger Hand. Ziel: ohne.
2Gehen mit Ziel
Gehen mit Ziel
- Eine feste Strecke wählen: bis zur Ecke, um den Block.
- Zügig, aber so, dass du reden kannst.
- Zehn Minuten, dann Pause.
- Täglich, jede Woche eine Ecke weiter.
Warum das? Gehgeschwindigkeit ist der Wert, der Selbstständigkeit am besten vorhersagt. Und der sich am schnellsten verbessert.
3Einbeinstand an der Küchenzeile
Einbeinstand an der Küchenzeile
- Eine Hand auf der Arbeitsfläche.
- Ein Bein anheben, zehn Sekunden halten.
- Bein wechseln.
- Drei Mal pro Seite.
Warum das? Nach OP und Bettruhe geht Balance zuerst. Sie kommt auch zuerst zurück.
Einmal ansehen, dann mitmachen.
Sabine, unsere Physiotherapeutin, erklärt, wie der Anschluss nach der Reha aussieht. Sechs Minuten.
Wann du besser erst zum Arzt gehst
Training ist bei den allermeisten Beschwerden der richtige Weg. Bei diesen Zeichen bitte vorher ärztlich abklären lassen:
- Schwellung, Rötung, Wärme oder Fieber nach der OP
- Wundprobleme oder neue Schmerzen an der operierten Stelle
- Alle Belastungsgrenzen aus dem Entlassbericht, die noch gelten
- Herz-OP oder Stent: Freigabe und Belastungsgrenze vom Kardiologen
- Brustschmerz, ungewohnte Atemnot, Schwindel oder unregelmäßiger Herzschlag bei Belastung
- Eine bekannte Herz-, Stoffwechsel- oder Nierenerkrankung, die noch nicht eingestellt ist
- Ein Eingriff oder Krankenhausaufenthalt, der weniger als sechs Wochen zurückliegt
Alles andere: Komm vorbei. Wir schauen es uns gemeinsam an.
Die Reha hat aufgebaut. Lass es nicht verfallen.
Erstgespräch, 45 Minuten, kostenlos. Bring deinen Entlassbericht mit. Wir übernehmen, wo die Reha aufgehört hat, und sprechen mit deiner Praxis, wenn du willst.